Kinderhaus EigenSinn

Lubminer Str. 37 a
12619 Berlin
Tel: (030) 56295079
Mail: monte-kinderhaus@web.de

Leiterin: Paula Pinto

» Aktuelles / Informationen

Aktuelle Termine:

Es sind derzeitig keine Termine für diese Kita vorhanden.


Das Kinderhaus „EigenSinn“ befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Wuhletal im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Es ist von Montag bis Freitag von 06.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Aufgenommen werden bis zu 25 Kinder, vom ersten Geburtstag bis zur Einschulung. Vier Pädagoginnen begleiten die Kinder durch ihren Tag.

Das Team verfügt über verschiedene pädagogische Kompetenzen:
Die Leiterin ist Erziehungswissenschaftlerin und absolvierte die Fachausbildung für Integration. Es gibt eine Pädagogin mit Montessori-Diplom, eine weitere Facherzieherin für Integration und eine Facherzieherin für Sprache. Eine Hauswirtschafterin unterstützt das Team in der täglichen Arbeit. Zusätzlich arbeiten im Kinderhaus immer wieder Sozialassistent*innen, Mitarbeiter*innen in Ausbildung oder FSJler*innen.

Im Kinderhaus treffen verschiedenen Kulturen und soziale Realitäten aufeinander. Diese soziokulturelle Mischung schätzen die Mitarbeiter*innen und in ihrer täglichen inklusiven Arbeit kümmern sie sich darum, dass sich jedes Kind in dem Kinderhaus wohlfühlen kann. Darüber hinaus kooperieren die Pädagog*innen mit ihren Kolleg*innen der anderen Kitas des Trägers, um sich gegenseitig zu unterstützen und auszutauschen und suchen nach einer Vernetzung mit sozialen Diensten, ämtern und Therapeuten, um – bei Bedarf- den Kindern und ihren Familien beratend zur Seite stehen zu können.



Pädagogisches Handeln

Der Alltag im Kinderhaus wird durch die Erziehungsphilosophie und Handlungsempfehlungen von Maria Montessori geprägt:

  • jedes Kind als Individuum - einzigartig und als respektable Persönlichkeit zu sehen und zu behandeln
  • den Kindern die Freude am Lernen zu erhalten und zu fördern
  • die Kinder zu einer Selbstständigkeit und zu einem Selbstvertrauen zu erziehen
  • jedem Kind seinen eigenen Rhythmus zu ermöglichen

Die Montessoriorientierung gibt dem Kitaalltag eine klare Struktur. Die Räume und Materialien des Kinderhauses bieten den Kindern vielfältigste Möglichkeiten zum Entdecken, Ausprobieren und Staunen.
Jedes Kind kann selbst entscheiden, womit es sich beschäftigt.
Dabei ist jedes Material, auch jede Spielzeugart nur einmal vorhanden, es hat einen hohen Aufforderungscharakter und Kinder erkennen durch Probieren die Möglichkeiten. Die Kinder wissen, wo was im Regal zu finden ist und sie wählen nach eigenem Interesse aus. Konzentriert setzen sie sich damit auseinander: knöpfen oder falten, ordnen und sortieren, vergleichen, bilden Mengen, beschäftigen sich mit Farben, Formen, Zahlen oder Buchstaben. Einige Kinder wollen für sich allein erkunden, andere wiederum tun es gemeinsam in kleinen Gruppen.

An den Reaktionen der Kinder lesen wir die pädagogischen Fachkräfte ab, dass die Klarheit über Zeit und Raum ihnen hilft, die Welt als geordnet zu verstehen und ihnen innere Sicherheit gibt.
Manchmal brauchen sie Anregungen von den Pädagoginnen
Im ganzen Kitaalltag beobachten die Pädagoginnen die Kinder:
Wo liegen momentan die Interessen eines Kindes? Welches sind seine Stärken und wir überlegen gemeinsam, wo kann es gefördert werden? Welche neuen Materialien können zusätzlich angeboten werden?

Im Morgenkreis, täglich um 9.00 Uhr, verständigen sich Kinder und Erwachsene auch miteinander über den weiteren Tages- und Wochenverlauf. Die Pädagoginnen erfragen, was die Kinder im Kinderhaus-Alltag mögen und was nicht und gemeinsam suchen sie nach Wegen, Dinge zu verändern, die ihnen nicht gefallen. Jedes Kind soll in diesen Runden erfahren, dass es sich äußern kann und ernst genommen wird.
Im Kreis zu sitzen, gemeinsam zu singen, sich auszutauschen, zu hören und gehört zu werden macht allen Spaß, ermöglicht intensive Gruppenerfahrungen, bietet viele Lernfelder zum Umgang miteinander, stärkt das Selbstbewusstsein.

weiterlesen: Alltag wie in einer Familie - mehr

"Wir leben, spielen, lernen und arbeiten zusammen mit den Kindern unseres Kinderhauses ähnlich wie in einer großen Familie.
Die Anzahl der Kinder und die einladende Umgebung unterstützen diese Atmosphäre der Geborgenheit. Uns ist wichtig, dass die Kinder - so wie es jedes von ihnen vermag - aktiv seinen Kinderhausalltag mitgestaltet. Jeder hilft jedem und die Kinder lernen von klein auf wie wichtig es ist, sich gegenseitig zu unterstützen. Dabei erleben die Mädchen und Jungen vieles, was zum normalen Ablauf in einer Familie gehört und nehmen daran teil.

Im Kinderhaus helfen die Kinder beispielsweise beim Staubsaugen, Wischen und Fegen, decken den Tisch, räumen auf, bereiten Mahlzeiten mit vor oder tun etwas im Garten. Sie beweisen täglich, wie viel sie schon können und lernen im Tätigsein eine Menge dazu. Kinder wollen nicht einfach versorgt werden. Sie sind stolz, einen wichtigen Beitrag für das Gelingen des Alltags in unserem Kinderhaus leisten zu können und nützlich zu sein. Das erfahren in unseren Einrichtungen auch die Kinder im Miteinander. Die Größeren umsorgen und trösten die Kleinen, wenn sie mal traurig sind, genießen es, ihnen zu helfen und sie zu beschützen. Sie erklären ihnen ihre Welt nehmen und meistern können. Zugleich erwerben sie bei ganz alltäglichen Dingen wichtige kognitive und sozial-emotionale Kompetenzen, auf die sie auch später noch bauen können.“ (Das Team des Kinderhauses)

Für uns ist es immer wieder faszinierend zu erleben, wie die von der italienischen Pädagogin entwickelten Materialien die Kinder unterstützen, die Welt mit allen Sinnen zu begreifen.
Bereits vor fast 100 Jahren schrieb sie:
„Nicht das Kind soll sich der Umgebung anpassen, sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen.“
Unter diesem Aspekt entstanden die Räume für unterschiedlichste Interessen.

Das Kinderhaus hat einen großen Spiel- und Arbeitsraum mit viel Platz, Nischen und und vertiefen auch dadurch ihre Sprachfähigkeiten. Die Jüngeren wiederum nehmen auf, was sie bei den Älteren sehen. Alle Kinder beweisen, dass sie bereits mit zwei, vier oder sechs Jahren ihr Leben in die Hand. Podesten, einen Kreativ- und Essenraum. Im Kreativraum kann gemalt, geschnitten, geklebt, gefärbt, geknetet, geritzt, gebügelt und geflochten werden. Eine Puppenecke neben der Garderobe nutzen die Kinder für Rollenspiele oder zum Spielen, Bauen und Bewegen oder auch wenn sie sich zurückziehen möchten.

Das Bad ist auch ein beliebter Ort zum Spielen, Ausprobieren und Experimentieren.

Täglich draußen zu sein, ist Teil des pädagogischen Konzeptes des Hauses. Es geht raus in die Natur, ob in die nahen Grünflächen, die Spiel- und Sportplätze der Umgebung, oder in das umgebende Wuhletal. Vor allem am Nachmittag wird dann auch im kleinen Kita-Garten gespielt.
(Paula Pinto, Kitaleiterin)

weiterlesen: Spielend die Sprache erwerben » mehr

Neben dem Morgenkreis nutzen wir als Team um mit den Kindern im Gespräch zu sein. Über den gesamten Tag gibt es unterschiedliche „Sprechanlässe“. Beispielsweise erzählen sich Kinder und Erwachsene Geschichten, lesen vor, reimen und spielen Fingerspiele. Mittags gibt es öfters Gesprächsrunden mit den älteren Kindern, Fragen werden gestellt und nach Antworten suchen wir gemeinsam. Außerdem stehen verschiedene Montessori-Materialien bereit. Die Kinder können Buchstaben erfühlen, nachmalen und schreiben, sich mit dem Reimdomino beschäftigen, Ober- und Unterbegriffe zuordnen, beim Memory spielen ihr Gedächtnis trainieren und ihren Wortschatz erweitern. Bücher laden zum Ansehen, Staunen, Vorlesen und Nacherzählen ein. Über Fortschritte berichtet das Sprachlerntagebuch und der individuelle Ordner, welchen wir mit jedem Kind über die gesamte Kinderhauszeit gestalten.

Steffi, Facherzieherin in Sprache

Mit den Eltern in gutem Kontakt

Für die Mitarbeiter*innen des Kinderhauses ist es wichtig, mit den Eltern einen guten Kontakt zu halten und sie an dem Alltag ihrer Kinder teilhaben zu lassen. Tür und Angel-Gespräche, mindestens ein jährliches Entwicklungsgespräch, sowie die enge Zusammenarbeit mit den Elternvertretern sorgen für einen regen Austausch miteinander. Die Dokumentationen der Vorhaben und Projekte durch die Fachkräfte für eine Transparenz des Geschehens. Dabei ist das Team offen für Anregungen von Eltern und dankbar für die aktive Mitarbeit.

Zusätzliche Angebote:

  • monatliche Besuche in der Bibliothek am Cecilienplatz
  • Ausflüge in die weitere Umgebung, z.B. Besuch eines Theaters, Museen oder einer Ausstellung
  • wöchentliche musikalische Früherziehung durch Lehrer*innen der Musikschule in den Räumen des Kinderhauses
  • gegen ein geringes Entgelt können Kinder ab ihrem 3. Geburtstag am Training des Athletikclub Berlin teilnehmen und in den Wintermonaten einmal im Monat die Sauna besuchen.

Was macht unser Kinderhaus aus?

„Hilf mir es selbst zu tun. Zeige mir, wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann es und will es alleine tun. Habe Geduld meine Wege zu begreifen. Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir Fehler und Anstrengung zu, denn daraus kann ich lernen.“

Diese Gedanken und Prinzipien sind für mein Team Orientierung für die tägliche Arbeit. Staunende und strahlende Kinderaugen, zufriedene und interessierte Eltern sowie hoch motivierte Mitarbeiterinnen sind ein sicheres Zeichen, dass wir auf einem guten Weg sind. Gemeinsam schaffen wir Räume, in denen wir miteinander, selbstbewusst, eigensinnig und mit Humor tätig werden können, Neues ausprobieren, Akzeptanz erfahren und neugierig und freudvoll neuen Herausforderungen entgegenstreben.“

(Paula Pinto, Kitaleiterin)